Küche am Abend

Küche am Abend

Küche am Abend

Die Stille ist überwältigend,
das Ticken der Uhr hypno-meditativ.
Es riecht nach Apfel, nach altem Küchenhandtuch.

Der Ofen knackt nach und nach von warm nach kalt
und ein paar Dinge, die keinen Platz haben, stehen ratlos auf klebrigen Flächen herum.

Geöffnete Briefumschläge teilen sich den spärlichen Platz am Rande des Küchentischs mit Gummibändern und Feuerzeugen
während der honigsüße Kräutertee die Knospen meiner Zunge teilt.

Es ist warm.
Obwohl die Füße langsam kalt werden, ist es warm.

Aus den dunklen Fenstern sieht man nichts,
der Lampenschirmschatten zieht große Bögen.

Ich mache die Augen zu.
Die Stille!
Das Ticken!
Der Geruch!