Hunger

Hunger

Hunger

Die Taube gurrt, der Magen knurrt,
ich brauche was zu essen.
Der Weg ist weit, das Bäuchlein schreit,
Benimm ist fast vergessen.

Lass mich in Ruh, ich hör nicht zu,
ich denke an ein Hähnchen.
Ich hau dich gleich, ganz windelweich,
es fließt herab ein Tränchen.

Wir wandern stumm und schauen dumm
aus unsrer Wäsche weiter,
bis endlich kommt, am Horizont,
ein Kaltmahlzeitbereiter.

Nun endlich dort, am Bäckerort,
im Halse steckt ein Knötchen.
Schweiß auf der Stirn, im Wanderzwirn
erlöst mich nun ein Brötchen.

Es strömt durch mich der Liebe Stich,
und alles ist vergessen.
Der Tag ist leicht, die Seele seicht -
Ja! - hat man was zu essen.