30. September – Sprint nach Nassau

30. September – Sprint nach Nassau

30. September – Sprint nach Nassau

Morgendliche Spaziergänger bleiben aus. Ich packe meine Sachen und komme nach einem knappen Stündchen ins malerische Montabaur. Das Wetter ist herrlich, die Leute gemütlich und ich schreibe Briefe, nachdem ich im Schreibwarenladen vier Bögen Papier und zwei Briefumschläge gekauft habe. Schön.

Danach muss ich etwas zurück laufen, um zur Post zu kommen, dann noch etwas weiter zurück zur Drogerie. Ein richtiger Supermarkt wäre noch weiter zurück, das schenke ich mir lieber. Als ich in Montabaur starte ist es schon 14 Uhr. Den restlichen Tag verbringe ich in dichten Wäldern, meist Buche und Eiche, aber auch Esche und Linde, hin und wieder eine Fichte, eine Tanne, eine Kiefer, Erlen, Kastanien, ein bunter, dichter Mischwald. Ein Im-Wald-da-sind-die-Räuber-Wald. So bekomme ich von der strahlenden Sonne leider gar nichts ab. Wald, Wald, Wald. Dicht und stark. Sehr schön. Aber schattig. Um 17 Uhr beschließe ich, dass ich die restlichen 15 Kilometer bis Nassau noch schaffe und rufe bei einem Campingplatz an, dass ich um 20 Uhr da sein werde. Hacken in den Sand! Los geht’s.

Das Lahntal, auf das ich zukomme, ist überraschend tief. Ich war den ganzen Tag nicht viel rauf und runter gegangen. Der Blick ist überwältigend. Der Abstieg bremst meinen Lauf aber extrem. Außerdem ist es schon dunkel und ich muss aufpassen, dass ich nicht falle. Es ist ziemlich steil und mein Rucksack ist schwer.

Nassau bei Nacht sieht sehr schön aus von oben vom Berg.

Ich schaffe es immerhin bis um 20:30 Uhr am Campingplatz zu sein. Der Besitzer ist sehr, sehr nett, aber die Duschräume schimmeln stark und sind feucht und kalt. Und wegen den Duschräumen bin ich ja überhaupt gekommen. Naja, die Duschen funktionieren immerhin.

Die Nacht ist zu kalt. Ich muss irgendetwas an meinem Equipment justieren. Aber wo und wann und was?