FernwanderwegRobert Welti

28. Oktober - zum Kinderarzt in Singen

FernwanderwegRobert Welti
28. Oktober - zum Kinderarzt in Singen

28. Oktober - zum Kinderarzt in Singen

Nach einer guten Nacht am Ofen und einem kleinen Frühstück klettere ich auf den Hohenkrähen und besichtige die Burgruine, im Nebel selbstverständlich.
Ich trödle und komme erst kurz vor 11 Uhr los.

Im Gegensatz zu gestern ist der Weg relativ leicht zu wandern. Vor Singen kommt man noch über den Hohentwiel, auch ein Vulkan und als ich Singen erreiche, scheint die Sonne. Blauer Himmel.

An einem Bahnübergang muss ich warten und komme mit einem jungen Kinderarzt ins Gespräch, der hier im Krankenhaus arbeitet. Er findet meine Reise sehr inspirierend und überlegt, ob er das nicht nächstes Jahr auch machen sollte. Oder mit dem Fahrrad durch Italien. Mal sehen. Auf jeden Fall nicht arbeiten. Es ist absurd, was an Krankenhäusern für ein Arbeitsdruck herrscht, sagt er. Der Ort, wo man am häufigsten auf der Welt den Rat erteilt, alles etwas ruhiger angehen zu lassen, produziert für die eigenen Angestellten den größten Stress.
Wir spazieren etwas zusammen durch die Stadt. Er erkundigt sich noch, wie es in Hamburg so ist und dann trennen sich unsere Wege. Ich ziehe kurz durch die Fußgängerzone, esse eine Bratwurst, kaufe ein und wandere los, bei herrlichem Herbstsonnenschein.

Ich latsche durch Wälder und Felder, durch Steißlingen, durch Ziegelhof und durch die Schlosshöfe der Homburg und dann steil hinunter nach Stahringen und dann nach Güttingen wo meine Pension ist. Es gibt einen Fernsehraum mit Fernseher ohne Fernbedienung. Leider gibt es kein WLAN für Gäste (was haben die hier nur?). Die Gastgeber vermeiden Kontakt und sind unangenehm berührt, als ich sie nach einer Fernbedienung frage. Sie geben kurz vor zu suchen und verschwinden dann schnell. Ach man. Ich habe Kopfschmerzen. Gute Nacht.