27. September – Höhenflug nach Salzburg

27. September – Höhenflug nach Salzburg

27. September – Höhenflug nach Salzburg

Das Wetter ist herrlich und der Ausblick über Herdorf vom Wanderweg aus ist fantastisch. Ich verlaufe mich ein wenig beim Abstieg und gehe durch das hübsche, verschlafene Örtchen, bis ich wieder draußen bin und mache dann Frühstück auf einer Bank im Wald. Heute treffe ich sehr, sehr viele Wanderer, Jogger und Mountainbiker. Das Wetter ist gut, der Weg ist schön und außerdem ist Sonntag.

Nach einer Weile durch den Wald kommt man auf dem Höhenweg an und von nun an geht es weder viel rauf oder runter, ganz im Gegensatz zu gestern.
Ich laufe und laufe und bin ganz beschwingt von dem schönen Wetter. Und zum ersten Mal, seit ich losgelaufen bin, überwiegt der Anteil von Laubwald massiv.
Ich telefoniere mit einem Freund zu Hause. Es ist skurril, dass er jetzt auf seiner Terrasse Wäsche aufhängt und ich hier durch den Westerwald tobe, zu dem ich zu Fuß gelaufen bin.

Nach einer Weile treffe ich auf den größten Ameisenhaufen, den ich je gesehen habe. Am Boden hat er einen Durchmesser von etwa 4 Metern. Es folgen jede Menge weitere, aber kleinere Ameisenhaufen, dann wieder Laubwald.

Ich mache Pause an den Trödelsteinen, die hier durch einen – geologisch gesehen – recht jungen Vulkanausbruch entstanden sind. Viele andere Wanderer machen hier auch Pause und wieder mal komme ich ins Gespräch mit einer Wanderin, die es nicht glauben kann, dass man einfach irgendwo draußen schläft. Die Wildschweine! Ich beruhige sie und sage ihr, dass die Wildschweine sehr wenig Lust auf Menschenfressen haben und gehe weiter. Sie wünscht mir eine gute Reise und zieht mit ihrer Familie zurück ins Tal.

Plötzlich tauchen viele kleine Ortschaften auf und Landwirtschaft und Wiesen. Eine Hochebene erstreckt sich vor mir, die ich nicht erwartet hatte. Ich ziehe am (an der?) Fuchskaute vorbei und suche mir ein Schlafplätzchen in der Nähe des Salzburger Kopfs. Ja, auch hier gibt es ein Salzburg. Das ist allerdings etwas kleiner, als das bekanntere. Aber man kann hier Ski fahren.

Die Nacht ist zugig. Und deshalb viel zu kalt.