26. August - Currywurst in Bispingen

26. August - Currywurst in Bispingen

26. August - Currywurst in Bispingen

In der Heide nach Undeloh, was am Morgen noch viel touristischer ist, als am Abend zuvor, die zunächst etwas gewollt angelegt wirkt, trocknen wir Schlafsäcke, was den Pferden der unzähligen Kutschen überhaupt nicht gefällt. Mein blauer Schlafsack bringt den ganzen Verkehr durcheinander. Pferde sind komische Geschöpfe. Und sie werden hier vor den Touristenkutschen auch eingespannt, dass es einem ganz schlecht wird, wenn man genauer darüber nachdenkt.

Am Wilseder Berg wird der Ausdruck Wanderautobahn klar erfüllt. Hunderte Touristen schauen von dem kleinen, unschuldigen Berg in die große unschuldige Heide und fragen sich wie sie auf dem Weg am allerschnellsten wieder zurück kommen. Damit man nicht so viel laufen muss.

Wilsede, das Kunstdorf für Touristen, ist vor Heide-Tand nicht auszuhalten. Wir füllen unsere Wasserflaschen auf und nehmen die Beine in die Hände.

Weiter geht’s durch die Heide zum Totengrund, durch den Wald bis Behringen, wo wir uns auf einem Campingplatz eine Dusche genehmigen und dann bis Bispingen, wo wir eine zweitklassige Currywurst in uns hineinschieben und zweitklassige Gespräche mit dem Nachbartisch führen. Hinter Bispingen schlafen wir in einer Schutzhütte neben einem Abenteuerspielplatz. Gegen 4 Uhr morgens werden wir von ein Paar Dorfjungen geweckt. “Geht’s Ihnen gut?”, fragen die. “Ja”, sagen wir und die Dorfjugend ist zufrieden und geht auf den Spielplatz gegenüber, um bis um 6 Uhr morgens Dorftechno zu hören und Dorfgetränke zu trinken.