23. September – Ohne Regen nach Bad Laasphe

23. September – Ohne Regen nach Bad Laasphe

23. September – Ohne Regen nach Bad Laasphe

Da wir sie einzigen Gäste im Hotel sind, wartet die holländische Angestellte nur auf uns mit dem Frühstücksbuffet, das sehr ordentlich ist.

Heute soll es nicht regnen, sagen unsere beiden unterschiedlichen Smartphone-Apps. Ansonsten, hatte ich vorgeschlagen, heute das Wandern ausfallen zu lassen, da mir die regenreiche Wanderung vom letzten Tag noch ganz schön in den Knochen steckt.

Der Wanderweg führt uns zunächst durch den Ortsteil mit dem schönen Namen Raumland. Und es beginnt zu regnen. Wir einigen uns darauf in der nächsten Schutzhütte eine Pause einzulegen und den Regen abzuwarten. Doch eine Schutzhütte ist nicht in Sicht. In Sassenhausen gibt es ein Hotel mit Wirtschaft. Wir verlassen extra unseren Weg, doch die Wirtschaft hat heute geschlossen. Wir gehen runter ins Dorf und setzen uns auf eine nasse Bank. Es hat zwar gerade kurz aufgehört zu regnen, aber alles ist nass. Wir wischen uns den Tisch etwas trocken und mein Bruder packt eine Ahle Wurst aus, die er extra aus Kassel, wo er arbeitet und zum Teil lebt, mitgebracht hat. Als wir anfangen zu schneiden fängt es wieder an zu regnen und wir stellen uns unter dem Vordach der Feuerwehr unter und haben etwa 30 cm von der Hauswand Platz und eine Fensterbank für unser Brot zur Verfügung. Es ist wenig schön. Immerhin – lernen wir von einer Schautafel – gibt es hier eine eigene Rinderrasse. Die wiederum sieht aus als hätte man Rind und Schwein gekreuzt. Wir wandern weiter durch den Nieselregen und kommen nach Stünzel, wo es ein Café geben soll, das aber auch geschlossen hat. Wenigstens gibt es hier eine überdachte Bank und wir sind heilfroh mal unsere Füße ausruhen zu können.

Zum Glück wird der Regen immer weniger und der Weg durch den Wald nach Bad Laasphe wird automatisch schöner, auch wenn er insgesamt ziemlich lahm ist.

Auch in Bad Laasphe treffen wir viele Flüchtlinge und ich frage mich wie das wohl für sie ist, wenn sie dann hier in Bad Laasphe sind. Hier ist wirklich sehr wenig los…

Auch Bad Berleburg und Bad Laasphe sind ziemlich schwarz-weiß gebaut. Unser Hotel ist wenig ausgebucht und verkauft, wie viele andere Restaurants hier im Ort, vor allem Schnitzel. Zum Glück finden wir einen wirklich herausragend guten Italiener (Da Michele), wo wirklich alles stimmt, von der Vorspeise bis zum Nachtisch. Ein schöner Ausgleich zum Rest des Tages, der kalt und nass war. Es war aber sehr schön so viel Zeit mit Felix zu verbringen, den ich sonst nicht viel sehe.