22. August - Abreise

22. August - Abreise

Etwas verspätet geht es am heutigen Tag los. Zu Fuß aus meiner Haustür, die nun nicht mehr meine Haustür ist. Am Aßmannkanal entlang zum Zentrum der intenationalen Bauaustellung von 2013. Zum Frühstück mit Bruder, Neffen und noch drei Freunden. Einer von ihnen – “tüdél” – wird mich für die nächsten fünf Tage begleiten, wird mich losbringen, auf meine Reise, die ich dann aber größten Teils alleine bestreiten werde.

Nach fünf großen Frühstück und noch allerlei Zusatzkrimskrams gehen wir los zur ersten Etappe mit den Frühstückern an meiner Seite: Erstmal zur Alten Harburger Elbbrücke, an der meine besten Freunde auf mich warten um mich zu verabschieden und über die Süderelbe nach Süddeutschland zu begleiten. Ein schöner kleiner Spaziergang mit Kind und Kegel. Danke für eure vielen guten Wünsche.

In Harburg angekommen gehen tüdél und ich aber erst einmal in die Lämmertwiete auf ein Bier und eine Rotweinschorle, die mir dann gleich am nächsten Morgen mächtig auf den Magen schlagen und mein letzter Schluck Alkohol nicht nur für die Reise bleiben wird.

Doch vorher wandern wir durch Harburg, um dann in Neugraben einzukaufen. Ein grässliches Einkaufszentrum für all die, die hier wohnen müssen, denke ich. Und genau so ist die Atmosphäre: als ob man hier wohnen müsste.

Wir essen Weingummi und Bratwurst und merken wie es langsam dämmrig wird. Weiter, weiter, wir wollen doch heute noch den E1 – den Europäischen Fernwanderweg 1 – erreichen, dessen letzte Hamburger Etappe in Neugraben-Fischbek in die Fischbeker Heide startet.

Da die Fischbeker Heide ein Naturschutzgebiet ist, können wir dort selbstverständlich nicht lagern, müssen also noch dort hindurch und unterschätzen die Strecke um noch jenseits des Segelflugplatzes zu gelangen. Unter Kiefern und Birken können wir aber nun bei bestem Wetter, einschlafen. Die Heide war trotz der fortgeschrittenen Dämmerung wunderschön. Die Füße schmerzen sehr.

Alle Fotos von Fridolin Welti