17. Oktober - kurzer Weg zur Zuflucht

17. Oktober - kurzer Weg zur Zuflucht

17. Oktober - kurzer Weg zur Zuflucht

Es schneit. Es bleibt nicht liegen, aber es schneit. Zum Frühstück bin ich sehr müde und mir fällt heute besonders auf, dass es morgens immer später hell wird. Es ist immer noch neblig, wenn auch etwas weniger als die letzten Tage.

Heute ist Sonnabend und ich bin an der bekanntesten Wanderstrecke des Schwarzwaldes. Alles ist voll Wanderer. Selbstverständlich.

Bereits nach vier Kilometern am Ruhestein mache ich Rast und trinke Tee. Hier wird bereits mächtig Bier getrunken von wandernden Schwarzwäldern. Ich mache mich erst nach einer knappen Stunde wieder auf den Weg und komme oben an einer Ski-Sprungschanze vorbei. Ein wirklich merkwürdiger Sport.

Ich passiere Vogelskopf, Schweinkopf, Schurkopf (dort treffe ich noch einmal die vier Damen von gestern Abend. Sie waren Bus gefahren und kommen mir nun freudig entgegen auf dem Weg zu ihrem Auto. Sie versprechen mir meinen Blog zu lesen. Liebe Grüße!), Plankopf, Sandkopf und – Tusch! – Rossbühl, wo die ehemalige, im 18. Jahrhundert angelegte Röschenschanze ein Naturschutzgebiet bildet.

Bereits um 15 Uhr bin ich in meiner Herberge: Zuflucht. Das Hotel hat extra Herbergszimmer und heute viel Betrieb. Trotzdem habe ich den ganzen Herbergstrakt für mich allein: Eine Toilette, zwei Duschen, eine Stube, zwei Betten, eine Küche und theoretisch noch drei weitere Schlafzimmer mit Betten. Ich nehme mir Zeit zum Schreiben und trinke Tee und merke in einer Schreibpause, dass die Duschen nur dann nicht zu heiß sind, wenn man sie über 5 Minuten laufen lässt.

Zwei große Abendveranstaltungen hetzen das Personal. Ich sitze allein im Restaurant und genieße die etwas zu kleine Portion Schäufele mit Sauerkraut und Kartoffeln. Zurück in meiner Herbergswohnung schaue ich kurz fern und schlafe schnell dabei ein.