14. Oktober - Schneeregen in Dobel

14. Oktober - Schneeregen in Dobel

14. Oktober - Schneeregen in Dobel

Es ist kalt geworden.

Ich starte früh in Pforzheim. Ab hier läuft man den “Westweg”, den wohl bekanntesten und den ganzen Schwarzwald umfassenden Wanderweg. Raus geht’s nach Süden und hoch geht’s nach oben. Ich kaufe noch im Ortsteil Rotplatte ein, gehe weiter an der Schlossruine vom malerischen Neuenbrück und dann noch viel weiter rauf. Im Wald zwischen Neuenbrück, Schwann und Dennach treffe ich immer wieder Menschen, die mich ansprechen, fragen, wo ich hin will und mich dann in ein Gespräch verwickeln. Wenn das so weitergeht komm ich heute nie an, denke ich noch, als der Wald auf einmal wie leer gefegt ist von Menschen. Auf den letzten etwa 7,5 Kilometern treffe ich niemanden mehr. Und eine dreiviertel Stunde bevor ich meine Herberge erreiche, fängt es an zu regnen. Schneeregen.

Meine Pension in Dobel ist alt und muffig. Das WLAN funktioniert nicht. Das Personal zuckt dazu nur mit den Schultern.

Ich ziehe mich zurück und schlafe bald.