6. Oktober - Handycrash in Dreieichenhain

6. Oktober - Handycrash in Dreieichenhain

6. Oktober - Handycrash in Dreieichenhain

Nochmal Frühstück im Hostel. Alles Packen. Los um 11.

Durch Frankfurt gibt es wenig Sehenswertes. Ständig muss ich ausweichen, da überall die Feierlichkeiten zum 3. Oktober noch abgebaut werden. Bin ich geschickt drumherum manövriert. Die Feiern haben keinen einzigen der Traveller im Hostel auch nur ansatzweise interessiert. Irgendwie seltsam.
Noch ein kleiner Einkauf und dann raus aus Frankfurt, durch den durchaus ansehnlichen und riesigen Stadtwald im Süden der Stadt. Es nieselt immer mal wieder. Ich lasse mir ordentlich Zeit nach meinem Zero-Day. Ich kreuze A3 und A661 bei Neu-Isenburg und dann geht es ruhig nach Süden, weiter durch den flachen schönen Mischwald. Ein Hirsch frisst – ebenso gelassen wie ich – etwas Gras neben mir. Ich störe ihn überhaupt nicht.

Alles ist flach hier, südlich von Frankfurt. Der Ebertsberg liegt auf 192 m und ist die höchste Erhebung hier. Frankfurt liegt auf 112 m ü.NN

Aus dem Wald heraus geht es durch eine recht neu angelegte lange Feldahornallee und dann zwischen Flugsicherung und Stangenpyramide hindurch. Die Stangenpyramide ist ein aus Baumstämmen gefertigtes Kunstwerk, das durchaus imposant ist und es macht Spaß hindurch zu laufen und es sich aus verschiedenen Blickwinkeln anzuschauen. Aber ich muss weiter und komme überraschend durch das mittelalterliche Städtchen Dreieichenhain, das großen Wert darauf legt seit 1256 als Stadt zu gelten. Es ist wunderschön.
Es ist bereits kurz vor sechs und ich setze mich in das einzige offene Café. Der bodygebuildete Kellner macht Scherze mit mir, als er erklärt, dass er keine Steckdose für mein Telefon entbehren könnte. Obwohl ich es nach dem ersten Schreck ganz lustig finde, entschuldigt er sich dafür später häufig. Als ich nach etwa 30 Minuten gehe, verwickelt er mich noch in ein Gespräch über Smartphones. Er braucht nämlich ein neues. Seine letzten beiden sind nämlich kaputt gegangen beim Draufsetzen (“Arschtasche”). Das sollte das neue idealerweise aushalten. Leider habe ich da grade keinen Tipp.

Wenige Kilometer hinter Dreieichenhain finde ich einen versteckten Schlafplatz unter Eichen, die ihre Eicheln die ganze Nacht auf mich herabregnen lassen.