5. Oktober - Zero Day in Frankfurt

5. Oktober - Zero Day in Frankfurt

5. Oktober - Zero Day in Frankfurt

Das Frühstück im Hostel ist völlig in Ordnung. Selbstverständlich läuft so International-Traveller-Musik und alle fingern allein auf ihren Tablets und Smartpones rum.
Ich hab heute einiges vor. Zunächst verbringe ich 4,5 Stunden im Internetcafé, um zu schreiben, Bilder zu sortieren und E-Mails zu beantworten. Ich google “Schneider Bahnhofsviertel Frankfurt” und rufe beim einzigen Laden an, der ausgespuckt wird. Sicher, ich kann vorbei kommen mit meinem Rucksack, aber möglichst bald, wenn er heute fertig werden soll. Er muss erst mal gucken. Mein neuer Rucksack ist nämlich bereits eingerissen. Am Träger. An einer Naht. Schöner Scheiß.
Am Laden angekommen merke ich, was für einen Schickimicki-Laden ich mir da ausgesucht habe. Alles hängt nur voller Maßanzüge. Trotzdem: Für 10 Euro macht mir der Schneider die Naht wieder in Ordnung. Bis heute Abend! Korrekt!

Burger-mit-Pommes-Pause.

Danach geht’s zum Jack Wolfskin Store. Mein Zelt ist nämlich von denen (Gossamer, sehr zu empfehlen, obwohls von JW ist) und ich hätte gerne vier Heringe. Ham se nicht. Ist nämlich nicht Saison. Während ich diesen Korb bekomme, versucht ein etwa 25jähriges Pärchen aus Südamerika im gleichen Laden (bei Jack Wolfskin!) ein Satellitentelefon zu kaufen. Was die wohl vorhaben…?
Man schickt mich zu Sportscheck, wo eine Verkäuferin, die so viel Ahnung von Outdoor hat, wie ich von American Football, versucht, mir ein Schlafsackinlet zu verkaufen. Sie scheitert, obwohl ich gerne eines hätte und ich gehe genervt ohne eins, aber glücklich mit 8 Heringen, von denen ich vier wegschmeiße, für 1,50€ für alle acht. Selbstverständlich hätten sie 1,50€ pro Stück gekostet, aber die Verkäuferin war halt nicht ganz helle…

Ich schlendere “die Zeil”, die große grässliche Einkaufsstraße, zurück und dann zum Hostel. Kurze Pause. Rucksack abholen. Der Schneider hat mir noch ein paar Extra-Nähte nachgenäht, die von Anfang an schlecht verarbeitet waren, weil er ja gerade eh schon dabei war. Supernice!

Nach noch ner Kleinigkeit zu essen am Wegesrand, gehe ich zurück und trinke eine Fritz-Limo. Fritz-Limo und -Cola kommen aus Hamburg und ich mag die. Es ist erfahrungsgemäß selten, dass man außerhalb Hamburgs eine Fritz bekommt. Nicht so in Frankfurt. Jeder Laden, in dem ich bisher war, führte Fritz-Cola. Das ist häufiger, als es die in Hamburg gibt. Wer hier in der Skyline-City Frankfurt was auf sich hält, hat Fritz. Jedes Café, Restaurant, jeder Kiosk, sogar das Internetcafé.

Abends läuft Spiderman auf der Hostel-Leinwand. Ich bin abgelenkt, chatte lieber mit einem Freund und lese. Schlafen gehe ich im lauten Zimmer erst nach Mitternacht.