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weltireise

Beitragsfoto: Janusz Beck

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Servus und Moin!

Im Jahr 2015 ging ich zu Fuß von Hamburg zum Bodensee auf dem Europäischen Fernwanderweg E1 und habe die Geschichte Tag für Tag aufgeschrieben. Fotos gibt es natürlich auch.
Hier unten findet ihr meinen Blog.
Start war in Hamburg-Wilhelmsburg am 22. August. In der Fischbeker Heide traf ich auf den Europäischen Fernwanderweg 1. Ab da ging’s immer den “E1” entlang bis Konstanz, 1450 km später am 30. Oktober.
Hier findet ihr die Strecke, die ich gelaufen bin.
Viel Spaß beim Schmökern.

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17. August – Abschiedsfeierei

17. August – Abschiedsfeierei

 

Nachdem gestern mein “Umzug” war – all mein Hab und Gut wurde in die Werkstatt eines Freundes eingelagert – treffe ich mich heute abends in der Deichdiele mit einigen Freunden. Es gibt Essen und Trinken und sogar ne Band aus Berlin: Stimmt so (Homepage) (Soundcloud). Es ist wunderschön bei den milden Temperaturen vor der Tür zu sitzen und der Performance der Band zu folgen. Zuletzt bekomme ich noch eine CD mit Widmung und die Band dafür das Bier, das ich heute Abend bezahle.

2015-08-17 11.56.06

5 Tage noch, dann geht es endlich los und laut Wetterbericht ist dann auch wieder Sommer. Was nehm ich nur für einen Rucksack mit, was nehm ich nur für einen Rucksack mit…?

 

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19. August – 3 Tage noch

19. August – 3 Tage noch

Ich wollte dich nie wieder aufsetzen, das war der Plan. Nie mehr. Ich habe dich 1997 gefunden und du warst mit mir überall. In Spanien, in England, in Schweden, in Tschechien, in der Slowakei, in Neuseeland, in Dänemark, in Italien, in Slowenien, in Österreich, in Polen, in Frankreich …

Und du hast mir gute Dienste geleistet, du blödes Ding. Hergestellt fürs schweizerische Militär 1944. In Appenzell. Von Ernst Hässler. Kein gutes Jahr. Das wissen wir alle. Und was Ernst Hässler sich so dabei dachte, als er dich mit Schwielen an den Händen nähte, das wissen wir nicht. Als Rucksack für einen Partisanen warst du aber wahrscheinlich nicht gedacht. Trotzdem: Gute Handarbeit. Musstest kaum zur Reparatur in den 20 Jahren, in denen ich dich um den Erdball herum gehetzt habe.

Und jetzt stehst du da wieder. Frisch gepackt und schön! Und wirst auf meinem Rücken reiten. Ohne Hüftgurt. Ohne modernes Tragesystem. Ohne eine einzige Stelle aus Kunststoff. Und dennoch bist du wieder mal die bessere Wahl. Du hast gewonnen. Noch ein einziges Mal. Nur noch dieses eine Mal. Danach geht’s ab ins Museum.

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22. August – Abreise

22. August – Abreise

Etwas verspätet geht es am heutigen Tag los. Zu Fuß aus meiner Haustür, die nun nicht mehr meine Haustür ist. Am Aßmannkanal entlang zum Zentrum der intenationalen Bauaustellung von 2013. Zum Frühstück mit Bruder, Neffen und noch drei Freunden. Einer von ihnen – “tüdél” – wird mich für die nächsten fünf Tage begleiten, wird mich losbringen, auf meine Reise, die ich dann aber größten Teils alleine bestreiten werde.

Nach fünf großen Frühstück und noch allerlei Zusatzkrimskrams gehen wir los zur ersten Etappe mit den Frühstückern an meiner Seite: Erstmal zur Alten Harburger Elbbrücke, an der meine besten Freunde auf mich warten um mich zu verabschieden und über die Süderelbe nach Süddeutschland zu begleiten. Ein schöner kleiner Spaziergang mit Kind und Kegel. Danke für eure vielen guten Wünsche.

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In Harburg angekommen gehen tüdél und ich aber erst einmal in die Lämmertwiete auf ein Bier und eine Rotweinschorle, die mir dann gleich am nächsten Morgen mächtig auf den Magen schlagen und mein letzter Schluck Alkohol nicht nur für die Reise bleiben wird.

Doch vorher wandern wir durch Harburg um dann in Neugraben einzukaufen. Ein gräßliches Einkaufszentrum für all die, die hier wohnen müssen, denke ich. Und genau so ist die Atmosphäre: als ob man hier wohnen müsste.

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Wir essen Weingummi und Bratwurst und merken wie es langsam dämmrig wird. Weiter, weiter, wir wollen doch heute noch den E1 – den Europäischen Fernwanderweg 1 – erreichen, dessen letzte Hamburger Etappe in Fischbek in die Fiscbeker Heide startet.

Da die Fischbeker Heide ein Naturschutzgebiet ist können wir dort selbstverständlich nicht lagern, müssen also noch dort hindurch und unterschätzen die Strecke um noch jenseits des Segelflugplatzes zu gelangen. Unter Kiefern und Birken können wir aber nun bei bestem Wetter, einschlafen. Die Heide war trotz der fortgeschrittenen Dämmerung wunderschön. Die Füße schmerzen sehr.

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23. August – langsam nach Buchholz

Ein etwas ereignisloser Tag, der uns durch schöne Heide und den Staatsforst Rosengarten führte. Bereits vor Buchholz machten wir Rast für die Nacht. Wir waren langsam voran gekommen, da die Füße noch nachschmerzten…...

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24. August – wenig nass in Handeloh

In Buchholz gibt es einen richtigen Stadtwald. Und der ist sogar schön.In der darauf folgenden etwas wenig schmucken Stadt verbrachten wir einige Zeit beim Frühstück. Es gab ein Buffet vom Feinsten für wenig Geld inkl. Getränke. Das waren gut angelegte 8, 95 €. Danach kauften wir etwas ein. Z.B. auch Schwarzkümmelöl-Kapseln, denn ich hatte irgendwo […]...

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25. August – Privatzimmer in Undeloh

In Handeloh tätigten wir zunächst einen kleinen Einkauf im dortigen familiär anmutenden Edeka. Im nachhinein merkt man, dass Handeloh – völlig zu Unrecht – als die kleine hässliche Schwester von Undeloh gilt. In einer kleinen öffentlichen Schutzhütte mitten in der Stadt trockneten wir unsere Sachen und machten Frühstück. Ab Mittag regnete es nicht mehr, Annette […]...

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26. August – Currywurst in Bispingen

In der Heide nach Undeloh, was im Morgen noch viel touristischer war als am Abend zuvor, die zunächst etwas gewollt angelegt wirkt, trockneten wir Schlafsäcke, was den Pferden der unzähligen Kutschen überhaupt nicht gefiel. Ein blauer Schlafsack brachte den ganzen Verkehr durcheinander. Pferde sind komische Geschöpfe. Und werden hier vor den Touristenkutschen auch eingespannt, dass […]...

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27. August – Spaß mit der Tourist-Info in Soltau

Morgens kommt der Förster, der sich freut, dass wir seine Schutzhütte benutzen und sich gar nicht freut über die anderen nächtlichen Besucher, die nämlich immer zerbrochene Flaschen hinterlassen. tüdel verlässt mich hier direkt. Er muss nach Hause, ärgert sich kurz, dass er nicht noch mehr Zeit hat und geht. Und nimmt meine Gitarre mit. Sie […]...

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28. August – Jimmy Green in Wietzendorf

Von Soltau ging es nach Süden an der Böhme entlang. Ein schöner Weg. Es ging durch Wälder, Felder, Heide bis Wietzendorf, wo Dorffest war. “Letzter Wietzendorfer Sommer” hieß die Veranstaltung. Klingt nach Abrissfest. War’s aber nicht. Es gab Fanta für 1 Euro und Bratwurst für 1,70. Und als unerträglicher “Musiker” war dort “Jimmy Green” (Ich […]...

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